12 von 12 im Februar

12 von 12 im Februar

Was ist 12 von 12 und warum hat Caro von "Draußen nur Kännchen" diese Blogparade ins Leben gerufen? Hier wird es erklärt.

Los geht es....

Der Tag begann beim Zahnarzt. Dort wurde gebohrt (aber nicht gehämmert) und die Prophylaxeassistentin kam auch zu einem kurzfristigen Einsatz. Im Anschluß wurde mir eine weitere Behandlung avisiert. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber was soll ich machen?

Auf dem Rückweg gefiel mir das Wetter gut, es war noch früh und daher etwas frostig. Ich hielt an und habe einige Fotos gemacht. So als langer Schatten gehen meine Beine ins Unendliche! Fast wie im echten Leben...

Und was ist das? Archäologische Grabungen? Nein, ein Radweg wird gebaut. Heissa! Allerdings hätte ich den vor 30 Jahren gebraucht und nicht jetzt. Mein Daumen zeigt daher nur halb hoch. Kennt noch jemand die Titelmelodie von "Paris Texas"? Die wäre jetzt passend....

Zurück in meinem Heimatort (der Zahnarzt ist zwei Orte weiter) mußte ich noch zum Orthopäden und mir dort eine CD mit den Röntgenaufnahmen geben lassen. Die brauche ich für das durchzuführende MRT - auf das ich dankend verzichten könnte. Gibt es denn niemanden, die/der dem Gerät mal diese ätzenden Geräusche nehmen kann?

Na, dann ging es weiter mit Arbeit am Rechner, der hier noch nicht an ist. Noch sieht es ordentlich aus, was sich dann änderte. Die Maus hat mir mein Cousin aus Spanien mitgebracht, sie kann im Dunkeln leuchten. Mein Cousin hat eindeutig romantische Züge.

Und auch Italienisch soll nicht zu kurz kommen. Diesmal ersann ich eine Übung mit Piktogrammen, aus denen wir eine Geschichte (bzw. mehrere) machen können. Zum Beispiel nur erzählen, mit Fragen stellen, im Präsens oder im Passato Prossimo - mit anderen Worten universell einsetzbar.

Ein Blick aus dem Fenster zeigt nun einen immer noch blauen Himmel, der jetzt allerdings auch noch viele Watteanteile hat.

Kommen wir zu einer allseits beliebten Tätigkeit: Ablage.  Diesmal Sachen für die Krankenkasse und Geldgeschäfte.

Ich komme ja noch aus der Zeit, als es Zinsen gab. Wenn ich mir diese halbjährlichen Schreiben so angucke, denke ich stets: Na ja. Es war wirklich schon mal viel schöner.

Danach dekorierte ich ein Glas roter Zwiebelmarmelade, das ich vor einigen Tagen einkochte, auf italienische Art und Weise.

Dieses Glas ist das Ergebnis von 800 g Zwiebeln, ganz dünn geschnitten, 200g Zucker, 200 g Aceto Balsamico und viel Zeit.

Aber die Marmelade schmeckt und ich hoffe, auch der zu Beschenkenden.

Zwischendurch aßen wir Stullen und nach getanen Arbeiten widmete ich wieder meiner Strickjacke. Diese stricke ich seit ewigen Zeiten. Sie besteht aus einzelnen Streifen verschiedener Violett-Töne, alles aus vorhandenen Resten, eigene oder geschenkte. Danach habe ich sie zusammen gehäkelt.

 

Allerdings habe ich anfänglich nicht nachgedacht und die Streifen nicht gleichmäßig breit gemacht. Ich mußte also ziemlich basteln, bis es ansatzweise paßte. Nun weiß ich aber nicht, wie ich mit dem Ärmelausschnitt weitermachen soll. Erstmal werde ich die Schulternaht zusammenstecken und falls nötig,  die Seiten wieder aufmachen, einen geraden Streifen erzeugen und die Ärmel ohne Ärmelkugeln annähen. Nun ist die Jacke immer noch nicht fertig, aber ich habe eine Art Plan.

Und gelesen wird hier auch jeden Tag.  Im Moment arbeite ich mich an "Kruso" von Lutz Seiler ab. Den Film dazu gab es vor einiger Zeit im Fernsehen, aber mir fehlte da noch etwas entscheidendes, daher lese ich nun das Buch. Ich muß sagen, dass der Film (bis auf das für mich fehlende) durchaus eng am Original bleibt, das hat man ja selten.

Kruso heißt eigentlich Krusowitsch, ist Russe, lebt aber auf Hiddensee. Hiddensee war zu DDR-Zeiten ein begehrtes Ziel, denn von dort konnte mal versuchen, der DDR zu entkommen und nach Dänemark zu fliehen. In einem einsam gelegenen Restaurant und Hotel kommen diese Menschen zusammen, voller Hoffnung und Angst. Kruso hilft ihnen nicht bei der Flucht, sondern will sie in drei Nächten zu den "Wurzeln der Freiheit" führen. Dies bedeutet, dass nicht die Flucht ins westliche Ausland das Leben verbessern soll, sondern das veränderte Denken, die Freiheit des eigenen Geistes.

 

Vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße

Katja